Kapellenschule

Kapellenschule Obersetzen

kapellenschule_01

Kapellenschule im Winter

Der erstmalig im Jahre 1300 urkundlich erwähnte Ortsteil Obersetzen wurde im Jahre 1774 von einer Brandkatastrophe heimgesucht, wobei auch die damalige Schule „Zu Setz“ zerstört wurde, welche von Schülern aus Nieder- und Obersetzen besucht wurde.

Ein Jahr darauf wurde eine neue Schule am Nordende von Obersetzen errichtet. Das zweistöckige Fachwerkgebäude wurde in der Mitte mit einem Glockenturm versehen. Im Untergeschoss wurde eine Kapelle für den sonntäglichen Gottesdienst eingerichtet, im Obergeschoss befand sich das Schulzimmer.

Kapellenschule in den fünfziger Jahren

Nach Umbauarbeiten in den 1870er Jahren wurde das Schulzimmer in das Untergeschoss verlegt, im Stockwerk darüber wurde eine Lehrerwohnung eingerichtet. Um die Jahrhundertwende besuchten 92 Schulkinder aus Nieder- und Obersetzen die Schule, zu Beginn des Ersten Weltkrieges waren es fast 150 Schüler. Nach Errichtung eines neuen, größeren Schulhauses wurde die Kapellenschule von der evangelischen Kirchengemeinde für Gottesdienste, Bibelstunden und die kirchliche Jugendarbeit genutzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die alte Kapellenschule von einer Flüchtlingsfamilie bewohnt, danach diente sie der Stadt Siegen bis zu Beginn der 1980er Jahre als Schlichtwohnung.

1983 erwarb der Heimatverein Setzen das 200 Jahre alte Schulgebäude, erreichte seine Aufnahme in die Denkmalliste der Stadt Siegen und begann mit umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten, die im Jahre 1987 abgeschlossen werden konnten.

application/pdfFestschrift zur Einweihung der Kapellenschule Obersetzen

Heute ist die Kapellenschule in Setzen ein Treffpunkt der Setzer, ein Mietobjekt für Geburtstage  u.Ä. und aus dem Setzer Ortsbild nicht mehr wegzudenken.

Bildergalerie der Restaurierung der Kapellenschule